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„Outdoor in den Hohen Tauern“

Die „Alte Hannoverhütte“ für Gruppen und Mitglieder der DAV Sektion Göttingen

22.05.2024

Seit langer Zeit ist der Göttinger Weg das alpine Aufgabengebiet der DAV Sektion Göttingen. Er beginnt im Westen an der „Woisgenscharte“ und endet im Osten, nach ca. 9,5 km, am Hannoverhaus. Seit Anfang des Jahres nun hat die DAV Sektion Göttingen hier eine weitere Aufgabe übernommen.

 

Am Etschelsattel, zweihundert Meter unterhalb des großen „Hannoverhauses“, steht die kleine „Alte Hannoverhütte“. Mittlerweile im Besitz des Bundesverbandes, ist letzterer bereits vor anderthalb Jahren an die Sektion Göttingen herangetreten und hat die Hütte der Sektion zur internen Nutzung angeboten. Ende 2023 endlich ist es zu einer vertraglichen Vereinbarung gekommen, die die Nutzung der Hütte für Gruppen und Mitglieder der DAV Sektion Göttingen möglich macht.

 

Zum Preis der Instandhaltung hat die Sektion die Hütte bis auf Weiteres vom Bundesverband überlassen bekommen. Zwar steht die Hütte nicht unter Denkmalschutz, da sie jedoch in großen Teilen aus den Resten des ersten Hannoverhauses an dessen erstem Standort errichtet ist, ist die Instandhaltung durchaus eine kleine alpinhistorische und damit verantwortungsvolle, aber auch reizvolle Aufgabe.

 

Die Hütte befindet sich in einem ihrem Alter entsprechenden, aber grundsätzlich gutem Zustand und soll bis zu Beginn der Hüttensaison 2024 durch einzelne Baumaßnahmen für bis zu acht Personen nutzbar gemacht werden. Allerdings verfügt die Hütte weder über Strom, noch fließend Wasser und Abwasser. Jedoch erscheint eine verhältnismäßig komfortable Nutzung durch praktikable Lösungen, vor allem aber auch durch eine Kooperation mit dem nahegelegenen Hannoverhaus, möglich. Dabei ist die Tatsache, dass die DAV Sektion Göttingen auch Patensektion des Hannoverhauses ist, sicher sehr hilfreich.

 

Besonders erfreut ist der Vorstand der Sektion über den Umstand, dass sich mit Ursula Josuttis und Dirk Fritsche bereits frühzeitig ein „Hüttenwartspaar“ gefunden hat, das sich zusammen mit weiterem Personal aus dem Wegebauteam das spannende Projekt „Alte Hannoverhütte“ zur Aufgabe machen will. Dabei wird sich Dirk Fritsche als Bauingenieur im Wesentlichen um die baulichen Belange kümmern, während sich Ursula Josuttis im weiteren Verlauf vor allem der Organisation und Verwaltung der Nutzung annehmen wird.

 

Schon in den letzten Jahren ist es gelungen, das Arbeitsgebiet der Sektion unterhalb der „Göttinger Spitzen“ mehr in den Fokus zu rücken. Mit einer kleinen Hütte hier im Banne des

Ankogel, vor allem aber auch der Hochalmspitze, gelingt möglicherweise eine weitere Identifikation der Mitglieder der Sektion mit „ihrem“ Gebiet in den Hohen Tauern. So darf man gespannt sein, in welchem Maße die „Alte Hannoverhütte“ durch Gruppen und Mitglieder der Sektion angenommen wird. Einzelheiten zur Nutzung der Hütte, wie zum Beispiel eine Hüttenordnung und Nutzungsbedingungen, sind in Vorbereitung und werden zu gegebener Zeit auf der Homepage veröffentlicht.

 

In jedem Fall bietet die Hütte für die Mitglieder der Sektion eine zusätzliche Option für eine reizvolle Outdoorsaison 2024 und darüberhinaus. Es wird aber von den Mitgliedern selbst abhängig sein, in welchem Umfang die Hütte in den nächsten Jahren einen Mehrwert für Sektionsaktivitäten darstellen kann.