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Ein Wochenende im Harz mit der Familienklettergruppe

19.05.2024

Was sind denn bitte Rothörnchen und was machen die im Harz? Rothörnchen leben in Nordamerika, genauer gesagt vor allem in Nadelwäldern und sind gar nicht rot, auch wenn es der Name sagt. Sie unterscheiden sich äußerlich von den uns bekannten Eichhörnchen vor allem durch einen weißen Kranz ums Auge und können bis zu zwei Meter weit springen.

Am Sonntag hat es uns in den „WeltWald Harz in Bad Grund“ verschlagen, wo wir über den Kanadaweg vorbei an der Dreh-Kiefer auf den Entdeckerpfad gegangen sind, und dann kam die Hängebrücke, die alle 24 Gruppenmitglieder halten konnte und wirklich sehr, sehr gut gewackelt hat. Es gab viele Bäume und Tiere, die in Amerika leben, zu entdecken auf dem Weg. Wir wissen jetzt welches Holz wir als wohlklingender einstufen würden, dank des Holz-Xylophons und das Highlight des Rundwegs war die Sprunggrube, wo man ausprobieren konnte, wie weit man springen konnte: Pfeifhase, Rothörnchen, Kojote, Schwarzbär oder Puma. Okay den Puma mit elf Metern hat keiner geschafft, aber den Bär mit knapp fünf Metern haben zumindest die Großen geschafft – wir hatten wirklich viel Spaß und einen langen Aufenthalt an dieser Station. Absolute Empfehlung! Am Nachmittag ging es zurück nach Göttingen, wo dann unerwartet die Sonne schien.

Ja und was haben wir davor getan? Am Freitag den 23.2.24 sind wir alle in der Sepp-Ruf-Hütte der Sektion Hamburg zwischen Wildemann und Clausthal-Zellerfeld angereist, wir haben Zimmer bezogen, es gab obligatorische Nudeln mit Tomaten- oder Spinatsoße und einen wunderschönen ersten Abend mit dem Spiel „Die Werwölfe von Düsterwald“, was jetzt auch die 3 und 4 Jährigen in der Gruppe beherrschen, wenngleich es zuhause noch Gespräche über Werwölfe gab mit der Frage, ob die wie die Dinos schon ausgestorben sind und ob die nur bei Vollmond rauskommen.

Wer das Spiel nicht kennt, es ist ein Gesellschaftsspiel ab 10 Jahren bei dem das kleine Dörfchen Düsterwald von Werwölfen heimgesucht wird. Die Gruppe der Dorfbewohner versucht, die Wölfe, die sich als Dorfbewohner getarnt haben, zu entlarven. Dagegen versuchen die Wölfe, als einzige zu überleben und Widersacher auszuschalten.

Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück ging es raus in die Kälte bei vier Grad, direkt von der Hütte aus hatten wir uns eine circa acht Kilometer Wanderung rausgesucht. Es war kalt, windig, hat gehagelt, geregnet und die Sonne geschienen. Es wurden Bäume und diverser gefundener Unrat wie Leitplanken viele Kilometer mitgezogen, um daraus bei nächster Gelegenheit etwas zu bauen. Wir sind fast versunken, als wir auf einem frischen und sehr feuchtem Rückeweg unterwegs waren. Die Zimtschnecken waren lecker und es gab eine Menge Tierspuren unterwegs zu entdecken. In einer Regenpause haben wir dann Lagerfeuer an der Hütte gemacht und Stockbrot und Popcorn überm Feuer zubereitet. Da wir den Nachtisch somit vorgezogen hatten, gab es die Suppe anschließend im Warmen der Hütte.

Ein rundum gelungenes Wochenende!