Ab März ist das Jahr 2020 auch im AKN von Corona überschattet. Große gemeinsame Aktionen finden nicht mehr statt. Sattdessen arbeiten häufig Zweierteams an verteilten Orten. Totholz und Sanierung sind die maßgebenden Themen.
Arbeitsprotokoll
01. Januar Totholzentfernung Apenbergwand
18. Januar Große Gemeinschaftsaktion an den Wendebach-Steinbrüchen. Wir waren viele Helfer und haben einen Haufen alter Haken ausgetauscht. Vor allem Umlenker in Kunststoffdübeln und rostige Expnasionsanker wurden durch lange Klebehaken ersetzt. Außerdem haben wir einiges an Geröll aus großen Höhen entfernt. Man sieht's ...
01. Februar Hakensanierung an der Ebergötzener Wand. Auch hier wurden rostige Expansionshaken ersetzt. Ein provisorischer Auszugstest (Bild) hat aber ein eher beruhigendes Ergebnis gezeigt.
28. März Totholzentfernung Bärentalwand
15. Mai Hakensanierung im Wendebachtal
09. Juni Totholzentfernung Mariaspring
10. Juni Totholzentfernung Klappenhauwand. Janosch Heimbucher hat uns hier sehr geholfen. Aber auch die Erschließer haben sich vorher schon viel um Totholz und Wege gekümmert. Tolle Aktion!
20. Juni Mike Kuschereitz stellt ein Liste der Kletterfelsen in GöWald zusammen, die die oft komplexe Erlaubnis-Situation in ein einfaches Schema einordnet. Danke Mike für gute Aufbereitung!
26. Juli Totholzentfernung Benniehäuser Wand. Danke Janosch!
01. August Putzen an der Pfeilerwand. Die zugehörige Kletteraktion zur Eröffnung der Pfeilerwand nach der Vogelschutzsperre ist zwar ausgefallen, aber der Dreck und das Totholz sind erstmal weg.
05. August Sanierungs- und Aufräumaktion in Arenshausen. Kleine Aktion im Sektor Bruchwand inklusive Totholzentfernung und Hakensanierungen.
06. November Totholzentfernung östliche Helletalwand. Totholzentfernung im Sektor Aiaiai am Felsfuß und auf dem großen Band.
Am 18.01. fand der erste Sanierungstag (zumindest seit langem) im GöWald statt. Wir hatten in den vergangenen Jahren immer mal mit Wegebautagen an der Sicherheit und dem Naturschutz an unseren Felsen gearbeitet. Nebenbei wurde eine Bestandsaufnahme des Sanierungsbedarf erarbeitet, die online verfügbar ist und in die alle Sanierer ihre Daten und Änderungen eintragen (können). Und jetzt haben wir erstmals konzertiert marode Sicherungen ausgetauscht, Totholz entfernt und loses Gestein unschädlich gemacht. Wir ware recht viele und haben sehr gut verteilt dezentral und parrallel gearbeitet. Auch wenn wir nicht alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen haben, war das ein gelungenes konstruktives Ereignis und ein eindrucksvolles Zeugnis des Engagements der Kletter-Community. Ihr seid super!
Das Sanieren im Hängen ist übrigens eine schweißtreibende Arbeit, da man viel Werkzeug braucht und die alten Haken meistens dann (zum Glück) doch nicht so einfach raus kommen, wie befürchtet. Man braucht mehr Kram, als zum Erschließen, es dauert länger und bringt keinen Ruhm. Bitte bedenkt das, wenn ihr euch hier oder da mal über die Sicherungssituation ärgert. Was man draußen zum Sichern vorfindet, hat jemand (oft auf eigene Kosten) in Eigenarbeit erstellt und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Meldet euch, wenn es Verbesserungsbedarf gibt, am besten, wenn ihr euch darum kümmern möchtet.
An der Schaukelwand wurde zoniert. Auch besteht ein durch den LK Göttingen in Auftrag gegebenes naturschutzfachliches Gutachten ein Zonierungsvorschlag, der vom AKN entsprechend am Fels markiert wurde. Bitte beklettert nur die erlaubten Zonen.
An der Appenroder Wand waren wir weniger erfolgreich. Der übel dicke Baumstamm in der Wand konnte nicht runter gezogen werden. Hier braucht es professionelles Werkzeug. Haltet euch fern von solchen Stellen. Wenn der Stamm rutscht, dann mit enormer Gewalt.
Die Schreckensmeldung am Jahresanfang war die, dass die Landesforsten Mariaspring sperren, weil Gefahr durch absturzgefährdetes Totholz besteht. Zum Glück währte dieser Zustand nicht lange. Für die Bäume an der oberen Felskante fanden die NLF einen Selbstwerber und die Bäume in der Wand selbst konnte Markus mit einem kletternden Arboristen entfernen. Vielen Dank an euch 2!
Zahlreiche Erschließungen werden bekannt: Hördelbrunnenwand, Apenbergwand, Bärentalwand, Appenroder Wand und Rustenfelde.
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