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Hier findet ihr das Handout, um euch selber den Boulderparcour anzuschauen!
Göttinger Waldmeister
Der neue Göttinger Waldmeister ist gekürt. Er ist grün, hat weiße Blüten und wächst …, nee, Quatsch, aber so abwägig ist der Vergleich dann doch nicht. Denn diese Heilpflanze und das Bouldern haben mehr gemeinsam als man denkt. Beide trifft man immer in größeren Gruppen an, sie wirken schweißtreibend und krampflösend und sie verströmen einen zarten eigentümlichen Duft. Gut, dass mit dem Duft ist Ansichtssache.
Aber beginnen wir am Anfang. Die Göttinger Crashpadfraktion hatte eingeladen den „Waldmeister“ zu küren und etliche Aspiranten hatten sich eingefunden. Wahrscheinlich sind Anselm und Co. wochenlang mit Heckenschere und Drahtbürste durch den Boulderparcour Maria-Spring gekrochen, denn man hätte von den Wänden essen können. Respekt Jungs.
Durch den Buntsandstein sah alles ein bisschen aus, wie im Märchenwald und die 23 gestellten Probleme sollten uns noch mehr verzaubern. Da gab es zum „Start up!“ (fb 4b) ein kleines Dach, sehr trickreiche Dynos, die man nur „Mit Methan ...“ fahren konnte (fb 6b) und immer wieder hieß es „Hoch auf's Hochplateau“ (fb 5b), denn die Crux war nicht selten der Mantle am Ausstieg. Um mit den „drei Muskeltieren“ (6b) reiten zu dürfen, sollte man auch mal schwindelfrei sein.
Um Punkt 16 Uhr wurde die Qualifikationsrunde dann abgepfiffen. Wir bekamen etwas Zeit unsere geschundenen Arbeitsgeräte zu regenerieren, während die Jury die Punkte zusammen rechnete. Was schwerer zu sein schien, als angenommen, denn der zweit fleißigste Punktesammler Tino Kluge, wäre fast übersehen worden. Die Damen hatten Glück und durften aus Mangel an Beteiligung gleich auf's Podium klettern, dafür wurde das Herren-Final-Trio zum Sechstett aufgestockt.
Im bis zu dem Zeitpunkt geheim gehaltenen 6c-Boulder „Herrenbalett“ konnte sich dann, der zuvor fast aus er Wertung gerutschte, Tino Kluge durchsetzen. Aber auch der zweit Platzierte Jakob Hoppstock knackte dieses sackschwere Kraftproblem, mit exakt der gleichen Bewegungsabfolge wie Tino, brauchte aber etwas länger dafür. Für mich waren die Züge an diesem Tag nicht mehr aneinander zu reihen, umso mehr bin ich mir sicher, dass die beiden Besten des Tages auf den Podiumsplätzen standen. Auch den Dritten Frido Maurer, wollen wir nicht vergessen, der ein Kämpferherz bewies und wahrscheinlich jetzt noch an dem Boulder tüftelt.
Alles in Allem war es eine sehr gut organisierte Premiere im Göttinger Wald, die nach einer Neuauflage im nächsten Jahr schreit.
Ich stecke meine Hände jetzt wieder in die eisgekühlte Waldmeisterbowle, ihr wisst schon krampflösend und so. Und mit den Blutergüssen an den Fingerkuppen soll man dann auch noch Bericht schreiben. Aua.
Vielen Dank an Michael Weidner (Magdeburg) für diesen wunderbaren Bericht



